[18.01.2026] Pressemitteilung: Methode Heimstaden – Greenwashing statt Instandhaltung

Mieter:innen müssen Jahr für Jahr im Winter wochenlang frieren, weil Heimstaden die Instandhaltung und Instandsetzung der Häuser vernachlässigt. Dadurch entstehen Gesundheitsrisiken und Angriffe auf den Mieter:innenschutz auf der einen Seite und Energieverschwendung statt Klimaschutz auf der anderen Seite.

Heizungsanlagen können kaputt gehen und Rohre können brechen. Aber es ist Aufgabe eines Vermieters, regelmäßig die Hausinfrastruktur zu warten und rechtzeitig vor Ende der Funktionsfähigkeit eine Erneuerung vorzunehmen. Doch dieser Pflicht zur Instandhaltung und Instandsetzung kommt Heimstaden nicht nach und ist sogar so dreist,dies in vielen Nebenkostenabrechnungen als Posten „Sicherheitsbegehung Immobilie“ neu zu erfinden und unrechtmäßig auf die Mieter:innen umzulegen.

Die Erfahrung zeigt, dass Heimstaden die Instandhaltung der Heizungs- und Warmwasseranlagen unserer Häuser seit Jahren vernachlässigt

Beispiel 1: Nehringstraße 11, Charlottenburg

Am 18.12.2025 fiel im gesamten Seitenflügel links des Hauses für 10 Mietparteien das Warmwasser und die Heizung aus. Am 19.12. und am 29.12.2025 waren Handwerker:innen im Haus, die den Schaden aber nicht behoben haben.

In der ersten Januarwoche waren mehrere Handwerker:innen verschiedener Firmen vor Ort, wodurch zumindest die Heizung für kurze Zeit wieder lauwarm wurde, das Wasser aber kalt blieb. Immerhin nach 3 Wochen Heizungsausfall erfahren die Mieter:innen von den Handwerker:innen, dass die Therme der Anlage kaputt und ein Rohr gebrochen ist.

Laut Handwerker:innen bestehen erhebliche Zweifel, ob Heimstaden die Warmwasser- und Heizungsanlage regelmäßig und ordnungsgemäß warten lässt. Das Problem des Komplettausfalls von Heizung und Warmwasser wiederholt sich nämlich seit Jahren. Auch wurde gesagt, dass Heimstaden immer erst mehrere Kostenvoranschläge einholt um dann den kostengünstigsten zu wählen. In der Nehringstraße 11 waren sieben Handwerksfirmen über einen Monat vor Ort, bis der Schaden endlich am 16.01.2026 behoben wurde.

Beispiel 2: Sonntagstraße 8 + 9 / Lenbachstr. 7a, Friedrichshain

Bereits seit Jahren weisen die Mieter:innen Heimstaden und Vorbesitzer:innen regelmäßig auf Probleme mit der Heizungsanlage hin. Diesen Winter fällt seit dem 25.12.2025 immer wieder Heizung und Warmwasser für die über 30 Mietparteien tagelang komplett aus. Das Angebot der Sanitärfirma, den Mieter:innen vorübergehend wenigstens Heizstrahler zur Verfügung zu stellen, wurde von Heimstaden abgelehnt. Stattdessen sollten die Mieter:innen eigenständig pro Haushalt einen Heizlüfter beschaffen. Dies war während der Feiertage faktisch unmöglich. Heimstaden verweigerte den betroffenen Mieter:innen damit eine unmittelbar verfügbare Hilfe.

Aus Gesprächen mit Handwerker:innen erfuhren die Mieter:innen, dass die gesamte Heizungsanlage als technisch überholt bzw. defekt einzustufen ist und die Anlage spätestens im Sommer 2025 hätte saniert oder ersetzt werden müssen. Von Heimstaden liege aber kein entsprechender Auftrag vor.

Übrigens wird im Keller des Hauses seit Spätsommer 2025 ein Wasserrohrbuch nicht repariert. Darüber werden täglich rund 20 Liter Trinkwasser verschwendet und die Baussubstanz des Haues gefährdet.

Beispiel 3: Reichenberger Straße 114, Kreuzberg

Die Mieter:innen berichten über häufige Rohrbrüche, die teils wochenlang nicht repariert werden. Da in der Regel Warmwasser- oder Heizungsrohre betroffen sind, werden Warmwasser und Heizung oft lange Zeit abgestellt. Die Rohre werden immer nur an der betroffenen Stelle geflickt und das Rohrsystem ist inzwischen ein bunter Salat an Ersatzrohrteilen. Der Dämmschutz wird beim Flicken der Rohre entfernt und nicht erneuert. So wird immer mehr Energie verschwendet und die ungedämmten Warmwasserrohre erwärmen auch die daneben verlaufenden Kaltwasserrohre.

Im Warmwasser sind Legionellen nachgewiesen worden. Die Mieter:innen fürchten, dass die Legionellen aufgrund der Erwärmung bald auch im Kaltwasser sind. Betroffen sind über 40 Mietparteien.

Dass Heimstaden nun eine Einschränkung des Milieuschutzes fordert, um Wärmepumpen einbauen und als Modernisierung auf unsere Miete umlegen zu können, ist in unseren Ohren blanker Hohn. Umweltschutz interessiert Heimstaden in keinster Weise, sondern nur der Profit. Wenn die bestehenden Heizungssysteme gepflegt werden, halten sie auch länger. Wenn ausgetauschte Warmwasserrohre ummantelt werden, geht weniger Energie verloren. Wenn Rohrbrüche repariert werden, wird die kostbare Ressource Trinkwasser nicht verschwendet. Wenn Heizungsanlagen nach Ablauf ihrer Lebensdauer (ca. 30 Jahre) ausgetauscht werden, ist das Instandhaltung und Instandsetzung und kann nicht auf die Miete umgelegt werden.

Wir fordern Konsequenzen!

Wir fordern, dass Heimstaden umgehend, gründlich und nachhaltig alle Schäden repariert. Statt standardmäßig Notfälle zu provozieren, die über Versicherungen abgedeckt werden, fordern wir eine sachgemäße Wartung und Instandhaltung unserer Häuser. Das Prinzip muss sein: Vorbeugung statt Verschleppung und Flickschusterei!

Wir rufen die Bezirksämter auf, endlich tätig zu werden und zwar mindestens:

  • Heimstaden gründlich auf die Finger schauen!
  • Belege über Wartung und Reparaturen einfordern!
  • Bei Verstößen und Verschleppungen Strafgebühren verhängen und  auch eintreiben!
  • Ggf. Ersatzvornahme schnell anwenden!

Die Berliner Landespoltik rufen wir auf, endlich Heimstaden zu enteignen und zu vergesellschaften! Solange das Ziel von Vermietung die Erzeugung von Profit ist, werden die Probleme nicht gelöst.

An die Bundespolitik richten wir die Forderung, den Mieter:innenschutz auszubauen und zu stärken: Wir brauchen eine wirksame Rechtsgrundlage, denn Appelle an Vermieter:innen scheitern an der Verwertungslogik. Profit ist für Vermieter:innen wie Heimstaden wichtiger als das Wohl von uns Mieter:innen und der Umweltschutz. Wir wollen die Energiewende, aber wir wollen sie nicht als weitere Profitquelle für Heimstaden & Co. Sie muss kostenneutral für uns Mieter:innen sein!

[11.11.2025] Pressemitteilung: Stellungnahme von StopHeimstaden zu den Veröffentlichungen auf rbb24 und in der taz über die systematische Umgehung der Mietpreisbremse durch Heimstaden

Wir danken den Rechercheteams von rbb24 und taz für ihre intensiven Recherchen und Veröffentlichungen der brisanten Ergebnisse. Und wir danken den Mieter:innen und Anwält:innen, die ihre Erfahrungen der Presse zur Verfügung gestellt und somit die Offenlegung des Skandal ermöglicht haben. Diese wertvollen Informationen helfen anderen (auch zukünftigen) Heimstaden-Mieter:innen, ihr Recht auf Absenkung der Miete inkl. Rückzahlung wahrzunehmen.

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[31.10.2025] Pressemitteilung: Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung gegen eine Räumungsklage durch Heimstaden

Wir rufen zur solidarischen Prozessbegleitung für eine Mieterin auf, die sich gegen eine Räumungsklage von Heimstaden wehrt. Hintergrund der Räumungsklage ist wieder einer der vielen befristeten Mietverträge. Akelius hatte sie damals zur Umgehung des Mietendeckels abgeschlossen und Heimstaden hat sie beim Kauf von Akelius übernommen. Heimstaden hat inzwischen zwei Räumungsklagen vor dem Amtsgericht Neukölln verloren und versucht es trotzdem weiter.
https://www.berliner-mieterverein.de/presse/pressearchiv/raeumungsklage-gegen-neukoellner-heimstaden-wg-abgewiesen.htm

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[7.3.2025] Pressemitteilung: Heimstaden macht sich vom Acker – Für Mieter:innen nur noch per App erreichbar

Der schwedische Wohnungskonzern Heimstaden schießt bei der Digitalisierung über das Ziel hinaus und macht sich zunehmend unerreichbar für seine Mieter:innen. Vor wenigen Wochen wurden in den Mietshäusern des Konzerns die Aushänge mit den Kontaktdaten der Verwaltung ausgetauscht. Übrig blieb nur ein QR-Code zu dem online Portal @MyHome und eine Notfallnummer für Havarien. Alle anderen Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurden abgeschaltet.

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[22.11.2024] PM: Pflichtverletzung gegen die Trinkwasserverordnung und Befall des Trinkwassers mit Legionellen in Berliner Heimstaden-Mietshäusern

Wir haben Hinweise darauf, dass in Berliner Heimstaden-Mietshäusern seit Jahren der erforderliche dreijährige Turnus zur Untersuchung auf Legionellen nicht eingehalten wurde. Vielmehr befürchten wir, dass in sehr vielen bzw. vor allem in den ehemaligen Akelius-Häusern die vorgeschriebenen Fristen zur Untersuchung auf Legionellen über viele Jahre missachtet wurden. Damit haben Heimstaden und vorangegangene Besitzer wie Akelius leichtfertig die Gesundheit und im Extremfall sogar das Leben von uns Mieter:innen aufs Spiel gesetzt.

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Pressemitteilung: Neue Dimension am entgleisten Wohnungsmarkt

Großvermieter Heimstaden baut rabiate Drohkulisse auf und versucht Forderungen mittels Inkassofirma durchzusetzen.

In den vergangenen Wochen haben Heimstaden-Mieter:innen in Berlin, Hamburg und vermutlich weiteren Städten Briefe des Inkasso-Dienstleisters Creditreform erhalten. Diese Praxis des unter Druck Setzens von Mieter:innen ist grundlegend abzulehnen, nicht zuletzt, weil es sich hier auch um strittige Forderungen handelt. Ein Bündnis aus Mietervereinen und Mieter:innen-Initiativen aus Berlin und Hamburg kritisiert Heimstadens aggressive Geldeintreibungspolitik und unverantwortliche Verunsicherung von Mieter:innen. Das Bündnis fordert Heimstaden auf, diese Praxis unverzüglich zu stoppen und wendet sich mit einem Offenen Brief an den Großvermieter. Außerdem hat das Bündnis einen Leitfaden für Mieter:innen veröffentlicht, die im Auftrag der Vermieterseite Post von einem Inkassounternehmen erhalten haben.

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Pressemitteilung: Vernachlässigte Instandhaltung bei Heimstaden hat System

Von den in Deutschland eingenommenen Mietzahlungen gibt Heimstaden nur 23 % für die Verwaltung und Instandhaltung unserer Häuser aus. Die restlichen 77 % führt Heimstaden ab; das ist der höchste Wert im gesamten Bestand von Heimstaden europaweit.

Übersicht: Abschöpfung der Einnahmen aus den Beständen in 2023 durch Heimstaden (lt. Jahresbericht für 2023)

LandNet operationg income marginFair ValueKey Figures
FY 2023

Deutschland
77,0 %79 SEK billion
~ 6,8 Mrd. Euro
Seite 108

Norwegen
75,1 %17 SEK billion
~ 1,5 Mrd. Euro
Seite 112

Niederlande
74,8 %27 SEK billion
~ 2,3 Mrd. Euro
Seite 110

Tschechien
70,5 %25 SEK billion
~ 2,2 Mrd. Euro
Seite 111

Dänemark
68,5 %72 SEK billion
~ 6,2 Mrd. Euro
Seite 109

Polen
60,2 %2 SEK billion
~ 170 Mio. Euro
Seite 115

Schweden

57,7 %
90 SEK billion
~ 7,8 Mrd. Euro
Seite 107

Finnland

46,8 %
4 SEK billion
~ 350 Mio. Euro
Seite 114

Großbritannien

44,0 %
4 SEK billion
~ 350 Mio. Euro
Seite 113
Quelle:
https://s28.q4cdn.com/819094337/files/doc_news/Heimstaden-2023-Annual-Governance-and-Sustainability-Report-SEK-Hybrid-Bond-Interest-Payments-Deferral-and-No-Dividend-proposal-on-an-Q6J54.pdf
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Pressemitteilung: Europaweiter Widerstand gegen Heimstaden

Weil Heimstaden kein lokales sondern ein europäisches Problem ist, schließen sich Mieter:innen und Aktivist:innen aus verschiedenen Regionen Europas in einer europaweiten Vernetzung gegen Heimstaden zusammen. Wir Mieter:innen kritisieren Heimstaden als unfair, unseriös und gefährlich und verlangen von der Politik Schutz vor diesem Konzern und seinen Foulspielen! Ausgewählte Beispiele aus Deutschland, Schweden und den Niederlanden verdeutlichen das Problem Heimstaden für uns Mieter:innen und unsere Städte.

1. Angriff auf den Milieuschutz in Deutschland
Im Juli 2023 griff der Pressesprecher von Heimstaden, Michael Lippitsch, den Milieuschutz per Gastbeitrag in der Immobilienzeitung an. Angeblich würden Vorschriften des Milieuschutzes zur Verdrängung von alteingesessenen Mieter:innen führen, da in Milieuschutzgebieten Modernisierungen und insbesondere der Einbau von Aufzügen untersagt werden würden, diese aber für ein altersgerechtes Wohnen unerlässlich seien.
Doch das ist falsch!
Der Einbau von Aufzügen ist seit Jahren als zeitgemäßer Standard in Milieuschutzgebieten möglich und nicht genehmigungspflichtig, wie die Berliner Mietergemeinschaft in ihren Beiträgen von 2017 und 2018 ausführlich darlegt.
Lediglich Luxusaufzüge sind wie jede andere Luxusmodernisierung per Milieuschutz untersagt. Heimstaden verdreht Tatsachen und macht damit gezielt Stimmung gegen ein Instrument des Mieter:innen-Schutzes.

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Unfähigkeit oder Absicht – Heimstaden besteht auf verfallene Nebenkosten-Nachzahlungen und konstruiert haltlose Mietschulden

Wir Mieter:innen kommen aus dem Ärger mit Heimstaden nicht mehr raus. Erst mussten wir uns gegen fehlerhafte und falsche Mieterhöhungen wehren, dann gegen telefonische Belästigungen durch Heimstaden und nun auch noch gegen verfallene Nebenkosten-Nachzahlungsforderungen und konstruierte, haltlose Mietschulden.

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Mieter:innen kritisieren unlautere Methoden von Heimstaden

(English version see below)

Heimstaden hat im Herbst 2023 sehr viele fehlerhafte und falsche Mieterhöhungsverlangen an uns Mieter:innen verschickt. Nach einer großen Reaktion der Öffentlichkeit hat Heimstaden versprochen, alle falschen und fehlerhaften Mieterhöhungen zurückzuziehen.
Doch entgegen diesem Versprechen hält Heimstaden an vielen fehlerhaften Mieterhöhungsverlangen fest und wendet gegen uns Mieter:innen unlautere Methoden an. So werden z. B. Mieter:innen angerufen, auch am Sonntag, und telefonisch dazu gedrängt, den Mieterhöhungen zuzustimmen. Anfangs waren die Anrufe noch von der Heimstaden-Serviceholtline erfolgt, inzwischen sind es uns unbekannte Handynummern. Halten wir Mieter:innen an den Widersprüchen zu den Mieterhöhungen fest, verlangt Heimstaden in kürzester Zeit einen Termin zur Wohnungsbesichtigung, auch wenn die Gründe für den Widerspruch außerhalb der Wohnung liegen, z. B. in der Beschaffenheit des Treppenhauses oder der Umgebung. Ebenso, wenn Heimstaden die Ausstattung der Wohnungen längst bekannt ist, da sie erst vor kurzem umfangreich saniert worden sind.

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