Index-linked rent clause is void

Did you sign a rental contract with GMRE/Gabriel International?

And does your rental contract contain one of the following passages?

"§ 2 Miete
Nach Ablauf der Staffelmietvereinbarung ist der Vermieter berechtigt, die Nettomiete nach Maßgabe des § 557 b BGB (Indexmiete) anzupassen. Er wird das Verlangen schriftlich erklären. Die Basis für das Verlangen bildet die Änderung des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Lebenshaltungskostenindex aller privaten Haushalte in Deutschland (Basis 20xx = 100 Punkte)."

[§ 2 Rent
Upon expiry of the graduated rent agreement ("Staffelmietvereinbarung"), the landlord is entitled to adjust the net rent ("Nettomiete") in accordance with § 557 of the German Civil Code (BGB) ("Indexmiete" or index-linked rent). The landlord must make the request in writing. The basis for the request is the change in the cost of living index ("Lebenshaltungskostenindex") for all private households in Germany published by the Federal Statistical Office ("Statistisches Bundesamt") (base 20xx = 100 points).]

or

"Der Vermieter ist berechtigt, die Nettomiete nach Maßgabe des § 557 b BGB (Indexmiete) anzupassen. Er wird das Verlangen schriftlich erklären. Die Basis für das Verlangen bildet die Änderung des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Lebenshaltungskostenindex aller privaten Haushalte in Deutschland (Basis 20xx = 100 Punkte)."

[The landlord is entitled to adjust the net rent ("Nettomiete") in accordance with § 557 of the German Civil Code (BGB) ("Indexmiete" or index-linked rent). The landlord must make the request in writing. The basis for the request is the change in the cost of living index ("Lebenshaltungskostenindex") for all private households in Germany published by the Federal Statistical Office ("Statistisches Bundesamt") (base 20xx = 100 points).]

Important: This so-called "Indexklausel" (index clause) is void!

Therefore, rent increase demands by Heimstaden under § 557b BGB that refer to such an index clause in old GMRE contracts are void and do not have to be paid. Tenants can demand a refund from Heimstaden for rent increases already paid under this index clause.

What to do?

Submit a written objection ("Widerspruch") to the rent increase, stating the following reason: "Die Indexklausel ist wegen der einseitig dem Vermieter vorbehaltenen Anpassung ungültig." (The index clause is void because the right to changes in rent is reserved solely for the landlord.)

Demand a refund ("Rückerstattung") of any rent increases already paid! For example, "Ich fordere Sie zur Rückzahlung aller von mir gemäß dieser ungültigen Indexklausel gezahlten Mieterhöhungen binnen 14 Tagen auf mein Konto xxxx auf!" (I demand that you refund all rent increases paid in accordance with this void index clause to my account xxxx within 14 days!)

Calculate the amount and state it in your claim for reimbursement.

Inform your neighbours, even if they have already moved out. If they also have or have had such a rental contract, they are also entitled to reimbursement of rent increases already paid.

You don't know if your building is affected? Here is a list of buildings formerly owned by GMRE/Gabriel.

Do not sign anything from Heimstaden before a lawyer has looked at it!

BEWARE!

Heimstaden is trying to sneak valid index clauses into contracts in the form of contractual addendums ("Vertragsnachsätze"). Heimstaden has no right to do this, so: DO NOT SIGN!

This is because if the index clause is void, the tenancy agreement is automatically converted to a standard tenancy agreement in accordance with § 558 of the BGB, and index-linked rent increases no longer have to be paid. If a valid index clause is signed at a later date, it will apply.

Advantages of a standard tenancy agreement in accordance with § 558 BGB:

  • Rent increases may not exceed the local reference rent ("ortsübliche Vergleichsmiete") according to § 558 BGB. In Berlin, this is usually determined by the rent index ("Mietspiegel").
  • The net rent excluding service charges ("Kaltmiete") may be increased by a maximum of 15% in the space of 3 years. There must be at least 15 months between two rent increases.
  • As tenants, we are entitled to refuse rent increases in accordance with § 558 BGB, i.e. the rent cannot be increased without our consent, unless we are ordered to agree to the increase following a court ruling.
  • If the rent increase exceeds the local comparative rent, we are not obliged to agree to it.
  • We can apply the so-called rent brake ("Mietpreisbremse") in cases of excessive starting rents. (Contracts from May 2015 onwards)
  • If we refuse to give our consent, the rent increase request in accordance with § 558 BGB will not result in any rent arrears ("Mietschulden") until we are ordered by the court to give our consent. (Then pay quickly!)
  • If Heimstaden fails to bring court proceedings within the first three months after the rent increase takes effect, the rent increase will lapse. (From experience, Heimstaden has been unable to take cases to court within this period. Should you have renters' legal protection insurance ("Mietrechtsschutzversicherung"), it will cover the costs of any legal action.)

If you have any questions, please seek legal advice("Mietrechtsberatung").

Redebeitrag auf der Mahnwache gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumung

Spätestens seit Anfang der 2000er Jahre, als der rot-rote Senat in Folge des von der CDU und FDP verursachten Berliner Bankenskandals große Bestände der landeseigenen Wohnungen an private sogenannte Investoren verkauft hat, greift eine stetig aggressiver werdende Gentrifizierung in unser aller Leben ein. Das ist für uns immer wieder unfassbar und schockierend.

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Redebeitrag von StopHeimstaden auf dem Weisestraßenfest in Neukölln

Wir Mieter:innen aus Berlin, Neukölln und auch hier aus dem Schillerkiez befinden uns seit Jahren in harten Auseinandersetzungen mit profitorientierten Vermietern. Das Menschenrecht auf Wohnen ist im Kaptialismus bis heute nur eine Etikette und Phrase, aber für uns ist es eines der zentralen politischen und sozialen Ziele, für das wir uns Tag für Tag einsetzen. 

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Redebeitrag von StopHeimstaden auf der Mietenwahnsinn-Demo am 4. Juni 2025

Heimstaden ist der zweitgrößte private Vermieter in Berlin und in Europa. Und er ist eine Plage, nicht nur für uns Heimstaden-Mieter:innen, sondern für alle. Denn die Probleme, die Heimstaden verursacht, betreffen jede:n. Ob es der spekulative Leerstand ist, wie am Hohenzollerndamm 38/39. Oder die vernachlässigte Instandhaltung in fast jedem Heimstaden-Haus. Oder die massenhaft falschen und fehlerhaften Mieterhöhungen zu den eh schon überhöhten Angebotsmieten. Oder die Nebenkostenabrechnungen, die entweder zu spät kommen und damit unerlaubterweise trotzdem noch Nachzahlungsaufforderungen enthalten oder ganz genrell die vielen gravierende Fehler in den Abrechnungen. Gelegentlich konstruiert Heimstaden sogar Mietschulden, die gar nicht bestehen. Egal wo wir bei Heimstaden hinschauen, sehen wir Probleme und Verstöße gegen das Menschenrecht auf Wohnen und gegen andere Rechte und Regularien. Und wir sehen eine untätige Politik.

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Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung

Kommt und unterstützt eine Reinickendorfer Mieterin, die sich gegen eine Räumungsklage von Heimstaden wehrt.
Unsere Wohnungen sind unser Zuhause und keine Kapitalanlage!

Am Donnerstag, 13.05.2025, 10:15 Uhr
Amtsgericht Wedding, Brunnenplatz 1, 13357 Berlin, Raum 356, 3. OG

Wichtig: Bringt ein gültiges Ausweisdokument für die Einlasskontrolle mit.

Redebeitrag von StopHeimstaden auf der Kundgebung der PdL auf dem Alfred-Scholz-Platz

Wir Heimstaden-Mieter:innen organisieren uns sowohl in unseren Häusern als auch bezirksübergreifend und bundesweit um uns gegenseitig zu unterstützen und um eine grundsätzliche Korrektur in der Wohnungspolitik herbeizuführen. Seit Jahren skandalisieren wir die Probleme mit Heimstaden und anderen Vermietern und fordern konkrete Gegenmaßnahmen. Doch seit langem beobachten wir eine immer weitere Verschärfung der sowieso schon extrem angespannten Lage. Die einzige positive aber leider kurzlebige Ausnahme war der Berliner Mietendeckel. Wir haben ihn geliebt und wir wollen ihn zurück, bundesweit und europaweit! Wir geben unseren Widerstand gegen die Spekulation und gegen die Profitmacherei mit unseren Wohnungen und unseren Städten nicht auf. Denn das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht und das muss endlich Praxis werden!

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Wohngipfel: Protest in Berlin

Wir unterstützen den folgenden Aufruf:

Wohngipfel-Protest in Berlin am 5.12. ab 13:30, Kolonnenstraße 30b
Die Ampel-Regierung hat für Mieter:innen nichts getan und auch beim Bau bezahlbarer Wohnungen versagt. Die Koalition ist zerbrochen. Die Bauministerin lädt die Spitzen ihres Baubündnisses zum sogenannten Wohngipfel am 5.12. nach Berlin und nicht wie ursprünglich angekündigt nach Hamburg. In beiden Städten werden wir an diesen Tagen im Bündnis demonstrieren.

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[22.11.2024] PM: Pflichtverletzung gegen die Trinkwasserverordnung und Befall des Trinkwassers mit Legionellen in Berliner Heimstaden-Mietshäusern

Wir haben Hinweise darauf, dass in Berliner Heimstaden-Mietshäusern seit Jahren der erforderliche dreijährige Turnus zur Untersuchung auf Legionellen nicht eingehalten wurde. Vielmehr befürchten wir, dass in sehr vielen bzw. vor allem in den ehemaligen Akelius-Häusern die vorgeschriebenen Fristen zur Untersuchung auf Legionellen über viele Jahre missachtet wurden. Damit haben Heimstaden und vorangegangene Besitzer wie Akelius leichtfertig die Gesundheit und im Extremfall sogar das Leben von uns Mieter:innen aufs Spiel gesetzt.

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