Heiz- und Warmwasserkosten um 15% kürzen wegen unzulässiger Formel in der Nebenkostenabrechnung von Heimstaden

Heimstaden verwendet in manchen Häusern für die Ermittlung des Warmwasseranteils an dem Gesamtenergieverbrauch eine nicht mehr zulässige Formel aus § 9 der Heizkostenverordnung. Laut Urteil des Bundesgerichtshofs von 2022 können wir Mieterinnen bei Verwendung dieser unzulässigen Formel die Heiz- und Warmwasserkosten pauschal um 15 % kürzen, da die Abrechnung dann nicht als verbrauchsabhängig gilt.

Um diese Kürzung vorzubereiten, muss jede betroffene Mietpartei Heimstaden ein Schreiben nach folgendem Muster schicken. Bitte ersetzt die Pünktchen durch die Namen / Zahlen aus eurer Abrechnung. Sorgt dafür dass ihr den Eingang eures Schreibens nachweisen könnt, am besten indem ihr es per Einschreiben oder Email oder Ticket bei MyHome schickt. Wir haben 12 Monate nach Erhalt der Abrechnung Zeit, diese Einwendung abzuschicken. Danach verfällt unser Anspruch auf Erstattung. Also los – Holen wir uns unser Geld zurück!

Index-linked rent clause is void

Did you sign a rental contract with GMRE/Gabriel International?

And does your rental contract contain one of the following passages?

"§ 2 Miete
Nach Ablauf der Staffelmietvereinbarung ist der Vermieter berechtigt, die Nettomiete nach Maßgabe des § 557 b BGB (Indexmiete) anzupassen. Er wird das Verlangen schriftlich erklären. Die Basis für das Verlangen bildet die Änderung des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Lebenshaltungskostenindex aller privaten Haushalte in Deutschland (Basis 20xx = 100 Punkte)."

[§ 2 Rent
Upon expiry of the graduated rent agreement ("Staffelmietvereinbarung"), the landlord is entitled to adjust the net rent ("Nettomiete") in accordance with § 557 of the German Civil Code (BGB) ("Indexmiete" or index-linked rent). The landlord must make the request in writing. The basis for the request is the change in the cost of living index ("Lebenshaltungskostenindex") for all private households in Germany published by the Federal Statistical Office ("Statistisches Bundesamt") (base 20xx = 100 points).]

or

"Der Vermieter ist berechtigt, die Nettomiete nach Maßgabe des § 557 b BGB (Indexmiete) anzupassen. Er wird das Verlangen schriftlich erklären. Die Basis für das Verlangen bildet die Änderung des vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Lebenshaltungskostenindex aller privaten Haushalte in Deutschland (Basis 20xx = 100 Punkte)."

[The landlord is entitled to adjust the net rent ("Nettomiete") in accordance with § 557 of the German Civil Code (BGB) ("Indexmiete" or index-linked rent). The landlord must make the request in writing. The basis for the request is the change in the cost of living index ("Lebenshaltungskostenindex") for all private households in Germany published by the Federal Statistical Office ("Statistisches Bundesamt") (base 20xx = 100 points).]

Important: This so-called "Indexklausel" (index clause) is void!

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Redebeitrag auf der Mahnwache gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumung

Spätestens seit Anfang der 2000er Jahre, als der rot-rote Senat in Folge des von der CDU und FDP verursachten Berliner Bankenskandals große Bestände der landeseigenen Wohnungen an private sogenannte Investoren verkauft hat, greift eine stetig aggressiver werdende Gentrifizierung in unser aller Leben ein. Das ist für uns immer wieder unfassbar und schockierend.

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Redebeitrag von StopHeimstaden auf dem Weisestraßenfest in Neukölln

Wir Mieter:innen aus Berlin, Neukölln und auch hier aus dem Schillerkiez befinden uns seit Jahren in harten Auseinandersetzungen mit profitorientierten Vermietern. Das Menschenrecht auf Wohnen ist im Kaptialismus bis heute nur eine Etikette und Phrase, aber für uns ist es eines der zentralen politischen und sozialen Ziele, für das wir uns Tag für Tag einsetzen. 

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Redebeitrag von StopHeimstaden auf der Mietenwahnsinn-Demo am 4. Juni 2025

Heimstaden ist der zweitgrößte private Vermieter in Berlin und in Europa. Und er ist eine Plage, nicht nur für uns Heimstaden-Mieter:innen, sondern für alle. Denn die Probleme, die Heimstaden verursacht, betreffen jede:n. Ob es der spekulative Leerstand ist, wie am Hohenzollerndamm 38/39. Oder die vernachlässigte Instandhaltung in fast jedem Heimstaden-Haus. Oder die massenhaft falschen und fehlerhaften Mieterhöhungen zu den eh schon überhöhten Angebotsmieten. Oder die Nebenkostenabrechnungen, die entweder zu spät kommen und damit unerlaubterweise trotzdem noch Nachzahlungsaufforderungen enthalten oder ganz genrell die vielen gravierende Fehler in den Abrechnungen. Gelegentlich konstruiert Heimstaden sogar Mietschulden, die gar nicht bestehen. Egal wo wir bei Heimstaden hinschauen, sehen wir Probleme und Verstöße gegen das Menschenrecht auf Wohnen und gegen andere Rechte und Regularien. Und wir sehen eine untätige Politik.

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Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung

Kommt und unterstützt eine Reinickendorfer Mieterin, die sich gegen eine Räumungsklage von Heimstaden wehrt.
Unsere Wohnungen sind unser Zuhause und keine Kapitalanlage!

Am Donnerstag, 13.05.2025, 10:15 Uhr
Amtsgericht Wedding, Brunnenplatz 1, 13357 Berlin, Raum 356, 3. OG

Wichtig: Bringt ein gültiges Ausweisdokument für die Einlasskontrolle mit.

Redebeitrag von StopHeimstaden auf der Kundgebung der PdL auf dem Alfred-Scholz-Platz

Wir Heimstaden-Mieter:innen organisieren uns sowohl in unseren Häusern als auch bezirksübergreifend und bundesweit um uns gegenseitig zu unterstützen und um eine grundsätzliche Korrektur in der Wohnungspolitik herbeizuführen. Seit Jahren skandalisieren wir die Probleme mit Heimstaden und anderen Vermietern und fordern konkrete Gegenmaßnahmen. Doch seit langem beobachten wir eine immer weitere Verschärfung der sowieso schon extrem angespannten Lage. Die einzige positive aber leider kurzlebige Ausnahme war der Berliner Mietendeckel. Wir haben ihn geliebt und wir wollen ihn zurück, bundesweit und europaweit! Wir geben unseren Widerstand gegen die Spekulation und gegen die Profitmacherei mit unseren Wohnungen und unseren Städten nicht auf. Denn das Recht auf Wohnen ist ein Menschenrecht und das muss endlich Praxis werden!

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Wohngipfel: Protest in Berlin

Wir unterstützen den folgenden Aufruf:

Wohngipfel-Protest in Berlin am 5.12. ab 13:30, Kolonnenstraße 30b
Die Ampel-Regierung hat für Mieter:innen nichts getan und auch beim Bau bezahlbarer Wohnungen versagt. Die Koalition ist zerbrochen. Die Bauministerin lädt die Spitzen ihres Baubündnisses zum sogenannten Wohngipfel am 5.12. nach Berlin und nicht wie ursprünglich angekündigt nach Hamburg. In beiden Städten werden wir an diesen Tagen im Bündnis demonstrieren.

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