Heimstaden der Zwangsräumer der „_Housing First“ als Pressegag bietet?

Menschen (obdachlos, wohnungslos, Vertreter:innen dieser Gruppen) wollten am Tag der Architektur, dem 27. Juni 2026, in Westend um sich den Neubau von Heimstaden anschauen.

Sie wollten Nachfragen zu den Mietpreisen und zum Anteil an sozialgebundenen Wohnungen in diesem Neubau stellen. Auch, warum so viele Wohnungen nach Abschluss der Bauarbeiten immer noch leer stehen, wenn die Zahl an Menschen, die dringend Bedarf an Wohnraum haben, stetig steigen.

Einen Teil der Wohnungen und auch prinzipiell einen Anteil aller Vermietungsangebote könnten im Housing First Modell (so wie es einmal gedacht im Originalkonzept von Sam Tsemberis gedacht war) wohnungslosen Menschen zur Verfügung gestellt werden.

Randnotiz Hildesheim sagt dazu: „In Deutschland gibt es jedenfalls kein originales Housing First. Das ist Fakt. Das kann niemand leugnen oder glaubhaft anders behaupten. Denn hierzulande gibt es Housing First nur in Verbindung damit, dass der Mensch die Miete zahlen kann, Bedingungen akzeptiert und ausgewählt wird. Es werden also Voraussetzungen geschaffen, und das Angebot steht nicht allen Menschen gleichermaßen zur Verfügung. Das widerspricht fundamental den Bedingungen, dem Ansatz sowie der Grundidee und dem Grundkonzept von Housing First, “

Wir kritisieren, dass ein Konzern wie Heimstaden, der nachweislich Räumungsklagen gegen Mieter:innen anstrebt [https://www.berliner-mieterverein.de/presse/pressearchiv/raeumungsklage-gegen-neukoellner-heimstaden-wg-abgewiesen.htm] um sie aus ihren Wohnungen zu werfen und der damit Obdachlosigkeit provoziert, sich der Presse als Partner zur Bekämpfung von Wohnungslosigkeit und Wohnungsmangel verkauft [https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2026-04/68298566-housing-first-hamburg-wohnungsunternehmen-heimstaden-unterstuetzt-kampf-gegen-obdachlosigkeit-007.htm].Das ist schamlos!

Fazit: Dieser Neubau ist mit seinen Mieten um die 30 €/qm am Bedarf, den die Bewohner:innen von Berlin haben – nämlich Bedarf an bezahlbarem Wohnraum – komplett vorbei gebaut. Verschiebbare Wände und modulare Bauweise interessieren nicht, sondern die Frage nach dem Zugang zu verfügbaren Wohnraum.

Wir ermahnen:

Der Tag der Architektur sollte keine Bühne für Konzerne sein, die nachweislich gegen geltendes Recht verstoßen (Recherche zur systematischen Umgehung der Mietpreisbremse durch Heimstaden vom RBB  https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/11/berlin-heimstaden-wohnungen-neuvermietung-modernisierung-mietpreisbremse-klagen.html und der Taz https://taz.de/Mietwucher-in-Berlin/!6123481/) und Wohnraum nur als Spekulationsmasse nutzen.

Wohnraum muss(!) immer auch den gesellschaftlichen und ethischen Normen entsprechen! Wohnungsvermieter haben immer einen sozialen Auftrag, denn das Recht auf angemessenen Wohnraum ist ein Menschenrecht! Die Versorgung einer Stadt und ihrer Bewohner:innen mit Wohnungen ist im Bereich der elementaren Daseinsversorgung angesiedelt. Heimstaden interessiert das nicht. Der Konzern verfolgt nur ein Ziel: Den eigenen Profit.

Wir fordern:

  •  Alle Räumungsklagen einstellen!
  • Verbindlich eine feste Quote an sozialgebundenen Mieten in die Vermietung einbauen!
  •  Im Neubau immer einen Anteil von Wohnungen mit Sozialmieten einplanen und umsetzen!
  • Housing First nicht als Pressegag betreiben, sondern standardmäßig mit fester Quote umsetzen!
  • Leerstände sofort als Wohnraum zur Verfügung stellen!
  • Von den Ämtern (((und Verbänden))) verlangen wir, dass bei allem Bemühen um neue Housing First Partner auch immer darauf gedrängt wird, die Partner aus der Wohnungswirtschaft zur Vermeidung von Wohnungslosigkeit zu verpflichten! Ebenso verlangen wir, dass Ämter, die die Mietzahlungen für Mieter:innen übernehmen, die Einhaltung der Mietpreisregulierung (Mietpreisbremse) prüfen und gerichtlich durchsetzen!

Bündnis gemeinsam gegen Obdachlosigkeit und Zwangsräumungen

Union für Obdachlosenrechte Berlin

 Randnotiz Hildesheim

StopHeimstaden

Wohnungslosenstiftung UG (haftungsbeschränkt)

Pressemitteilung: Heimstaden baut in Berlin – aber am Bedarf vorbei

Der Immobilienkonzern Heimstaden hat am Spandauer Damm in Charlottenburg ein Neubauprojekt fertiggestellt und kündigt weitere an. Was als Beitrag zur Entspannung des Wohnungsmarktes dargestellt wird, erweist sich als das Gegenteil: Das Neubauprogramm geht am Bedarf vorbei und geht auf Kosten von uns Mieter:innen.

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Offener Brief an Heimstaden

An die Geschäftsleitung von Heimstaden Deutschland: Jordan Milewicz, Jacub Mika, Michael Lippitsch
An die Konzernleitung von Heimstaden: Ivar Tollefsen, John Giverholt, Fredrik Reinfeldt, Bente A. Landsnes

Gefährden Sie nicht länger unsere Gesundheit – beräumen Sie endlich die Wege von Schnee und Eis!

Wir sind empört über die massenhafte Gefährdung der Gesundheit von uns Mieter:innen und die aller anderen Menschen, die auf ihren täglichen Wegen Heimstaden-Häuser in Berlin passieren müssen. 

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Pressemitteilung: Methode Heimstaden – Greenwashing statt Instandhaltung

Mieter:innen müssen Jahr für Jahr im Winter wochenlang frieren, weil Heimstaden die Instandhaltung und Instandsetzung der Häuser vernachlässigt. Dadurch entstehen Gesundheitsrisiken und Angriffe auf den Mieter:innenschutz auf der einen Seite und Energieverschwendung statt Klimaschutz auf der anderen Seite.

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Pressemitteilung: Stellungnahme zu den Veröffentlichungen auf rbb24 und in der taz über die systematische Umgehung der Mietpreisbremse durch Heimstaden

Wir danken den Rechercheteams von rbb24 und taz für ihre intensiven Recherchen und Veröffentlichungen der brisanten Ergebnisse. Und wir danken den Mieter:innen und Anwält:innen, die ihre Erfahrungen der Presse zur Verfügung gestellt und somit die Offenlegung des Skandal ermöglicht haben. Diese wertvollen Informationen helfen anderen (auch zukünftigen) Heimstaden-Mieter:innen, ihr Recht auf Absenkung der Miete inkl. Rückzahlung wahrzunehmen.

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Pressemitteilung: Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung gegen eine Räumungsklage durch Heimstaden

Wir rufen zur solidarischen Prozessbegleitung für eine Mieterin auf, die sich gegen eine Räumungsklage von Heimstaden wehrt. Hintergrund der Räumungsklage ist wieder einer der vielen befristeten Mietverträge. Akelius hatte sie damals zur Umgehung des Mietendeckels abgeschlossen und Heimstaden hat sie beim Kauf von Akelius übernommen. Heimstaden hat inzwischen zwei Räumungsklagen vor dem Amtsgericht Neukölln verloren und versucht es trotzdem weiter.
https://www.berliner-mieterverein.de/presse/pressearchiv/raeumungsklage-gegen-neukoellner-heimstaden-wg-abgewiesen.htm

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Pressemitteilung: Heimstaden macht sich vom Acker – Für Mieter:innen nur noch per App erreichbar

Der schwedische Wohnungskonzern Heimstaden schießt bei der Digitalisierung über das Ziel hinaus und macht sich zunehmend unerreichbar für seine Mieter:innen. Vor wenigen Wochen wurden in den Mietshäusern des Konzerns die Aushänge mit den Kontaktdaten der Verwaltung ausgetauscht. Übrig blieb nur ein QR-Code zu dem online Portal @MyHome und eine Notfallnummer für Havarien. Alle anderen Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurden abgeschaltet.

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PM: Pflichtverletzung gegen die Trinkwasserverordnung und Befall des Trinkwassers mit Legionellen in Berliner Heimstaden-Mietshäusern

Wir haben Hinweise darauf, dass in Berliner Heimstaden-Mietshäusern seit Jahren der erforderliche dreijährige Turnus zur Untersuchung auf Legionellen nicht eingehalten wurde. Vielmehr befürchten wir, dass in sehr vielen bzw. vor allem in den ehemaligen Akelius-Häusern die vorgeschriebenen Fristen zur Untersuchung auf Legionellen über viele Jahre missachtet wurden. Damit haben Heimstaden und vorangegangene Besitzer wie Akelius leichtfertig die Gesundheit und im Extremfall sogar das Leben von uns Mieter:innen aufs Spiel gesetzt.

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Pressemitteilung: Neue Dimension am entgleisten Wohnungsmarkt

Großvermieter Heimstaden baut rabiate Drohkulisse auf und versucht Forderungen mittels Inkassofirma durchzusetzen.

In den vergangenen Wochen haben Heimstaden-Mieter:innen in Berlin, Hamburg und vermutlich weiteren Städten Briefe des Inkasso-Dienstleisters Creditreform erhalten. Diese Praxis des unter Druck Setzens von Mieter:innen ist grundlegend abzulehnen, nicht zuletzt, weil es sich hier auch um strittige Forderungen handelt. Ein Bündnis aus Mietervereinen und Mieter:innen-Initiativen aus Berlin und Hamburg kritisiert Heimstadens aggressive Geldeintreibungspolitik und unverantwortliche Verunsicherung von Mieter:innen. Das Bündnis fordert Heimstaden auf, diese Praxis unverzüglich zu stoppen und wendet sich mit einem Offenen Brief an den Großvermieter. Außerdem hat das Bündnis einen Leitfaden für Mieter:innen veröffentlicht, die im Auftrag der Vermieterseite Post von einem Inkassounternehmen erhalten haben.

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Pressemitteilung: Vernachlässigte Instandhaltung bei Heimstaden hat System

Von den in Deutschland eingenommenen Mietzahlungen gibt Heimstaden nur 23 % für die Verwaltung und Instandhaltung unserer Häuser aus. Die restlichen 77 % führt Heimstaden ab; das ist der höchste Wert im gesamten Bestand von Heimstaden europaweit.

Übersicht: Abschöpfung der Einnahmen aus den Beständen in 2023 durch Heimstaden (lt. Jahresbericht für 2023)

LandNet operationg income marginFair ValueKey Figures
FY 2023

Deutschland
77,0 %79 SEK billion
~ 6,8 Mrd. Euro
Seite 108

Norwegen
75,1 %17 SEK billion
~ 1,5 Mrd. Euro
Seite 112

Niederlande
74,8 %27 SEK billion
~ 2,3 Mrd. Euro
Seite 110

Tschechien
70,5 %25 SEK billion
~ 2,2 Mrd. Euro
Seite 111

Dänemark
68,5 %72 SEK billion
~ 6,2 Mrd. Euro
Seite 109

Polen
60,2 %2 SEK billion
~ 170 Mio. Euro
Seite 115

Schweden

57,7 %
90 SEK billion
~ 7,8 Mrd. Euro
Seite 107

Finnland

46,8 %
4 SEK billion
~ 350 Mio. Euro
Seite 114

Großbritannien

44,0 %
4 SEK billion
~ 350 Mio. Euro
Seite 113
Quelle:
https://s28.q4cdn.com/819094337/files/doc_news/Heimstaden-2023-Annual-Governance-and-Sustainability-Report-SEK-Hybrid-Bond-Interest-Payments-Deferral-and-No-Dividend-proposal-on-an-Q6J54.pdf
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