Der schwedische Wohnungskonzern Heimstaden schießt bei der Digitalisierung über das Ziel hinaus und macht sich zunehmend unerreichbar für seine Mieter:innen. Vor wenigen Wochen wurden in den Mietshäusern des Konzerns die Aushänge mit den Kontaktdaten der Verwaltung ausgetauscht. Übrig blieb nur ein QR-Code zu dem online Portal @MyHome und eine Notfallnummer für Havarien. Alle anderen Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurden abgeschaltet.
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Pressemitteilung: Neue Dimension am entgleisten Wohnungsmarkt
Großvermieter Heimstaden baut rabiate Drohkulisse auf und versucht Forderungen mittels Inkassofirma durchzusetzen.
In den vergangenen Wochen haben Heimstaden-Mieter:innen in Berlin, Hamburg und vermutlich weiteren Städten Briefe des Inkasso-Dienstleisters Creditreform erhalten. Diese Praxis des unter Druck Setzens von Mieter:innen ist grundlegend abzulehnen, nicht zuletzt, weil es sich hier auch um strittige Forderungen handelt. Ein Bündnis aus Mietervereinen und Mieter:innen-Initiativen aus Berlin und Hamburg kritisiert Heimstadens aggressive Geldeintreibungspolitik und unverantwortliche Verunsicherung von Mieter:innen. Das Bündnis fordert Heimstaden auf, diese Praxis unverzüglich zu stoppen und wendet sich mit einem Offenen Brief an den Großvermieter. Außerdem hat das Bündnis einen Leitfaden für Mieter:innen veröffentlicht, die im Auftrag der Vermieterseite Post von einem Inkassounternehmen erhalten haben.
WeiterlesenVermieter treibt Geld mit Inkassounternehmen ein
Ein Infoblatt / Leitfaden für betroffene Mieter:innen
Wie sollten Mieter:innen reagieren, wenn sie im Auftrag des Vermieters Post von einem Inkassounternehmen erhalten?
Ruhe bewahren! Es besteht kein Grund zur Panik. Stattdessen sollten Betroffene überlegen, ob die geltend gemachte Forderung berechtigt ist. Dabei sollte Hilfe in Anspruch genommen werden, entweder durch die lokalen Unterstützer:innen oder Mietervereine/Rechtsanwält:innen.
Offener Brief an Creditreform bzgl. der Zusammenarbeit mit Heimstaden
Sehr geehrte Damen und Herren,
wir bitten um Kenntnisnahme des beigefügten Offenen Briefes an die Heimstaden Germany GmbH in Bezug auf die Mahnschreiben von Creditreform an Mieter:innen der Heimstaden.
Wir fordern Sie hiermit auf, alle im Auftrag von Heimstaden verschickten Mahnschreiben an Mieter:innen unverzüglich gegenüber allen Empfänger:innen zu widerrufen. Sie machen sich zum Handlanger der unseriösen Praxis eines unseriösen Vermieters.
Mit freundlichen Grüßen
StopHeimstaden Berlin
https://www.stopheimstaden.org
Mieterverein zu Hamburg
https://www.mieterverein-hamburg.de/
Aufruf zur Mietenwahnsinn-Demo
Wir rufen auf zur Mietenwahnsinn-Demo am 01.06.2024 um 14:00 Uhr am Potsdammer Platz.
- gegen hohe Mieten und vernachlässigte Instandhaltung
- für einen bundesweiten Mietendeckel
- für die Vergesellschaftung von Heimstaden, Deutsche Wohnen, Vonovia, Covivio, TAG, Accentro, Adler, PearsGlobal, Ziegert und weitere!
Treffpunkt:

Pressemitteilung: Vernachlässigte Instandhaltung bei Heimstaden hat System
Von den in Deutschland eingenommenen Mietzahlungen gibt Heimstaden nur 23 % für die Verwaltung und Instandhaltung unserer Häuser aus. Die restlichen 77 % führt Heimstaden ab; das ist der höchste Wert im gesamten Bestand von Heimstaden europaweit.
Übersicht: Abschöpfung der Einnahmen aus den Beständen in 2023 durch Heimstaden (lt. Jahresbericht für 2023)
| Land | Net operationg income margin | Fair Value | Key Figures FY 2023 |
Deutschland | 77,0 % | 79 SEK billion ~ 6,8 Mrd. Euro | Seite 108 |
Norwegen | 75,1 % | 17 SEK billion ~ 1,5 Mrd. Euro | Seite 112 |
Niederlande | 74,8 % | 27 SEK billion ~ 2,3 Mrd. Euro | Seite 110 |
Tschechien | 70,5 % | 25 SEK billion ~ 2,2 Mrd. Euro | Seite 111 |
Dänemark | 68,5 % | 72 SEK billion ~ 6,2 Mrd. Euro | Seite 109 |
Polen | 60,2 % | 2 SEK billion ~ 170 Mio. Euro | Seite 115 |
Schweden | 57,7 % | 90 SEK billion ~ 7,8 Mrd. Euro | Seite 107 |
Finnland | 46,8 % | 4 SEK billion ~ 350 Mio. Euro | Seite 114 |
Großbritannien | 44,0 % | 4 SEK billion ~ 350 Mio. Euro | Seite 113 |
https://s28.q4cdn.com/819094337/files/doc_news/Heimstaden-2023-Annual-Governance-and-Sustainability-Report-SEK-Hybrid-Bond-Interest-Payments-Deferral-and-No-Dividend-proposal-on-an-Q6J54.pdf
Kundgebung „Keine Kohle für Heimstaden & Co!“

Heute waren wir mit etwa 100 Leuten vor der Zentrale von Heimstaden Deutschland am Erkelenzdamm 11-13 um im Rahmen der Housing Action Days 2024 unseren Protest gegen Heimstaden und das Geschäftsmodell des finanzialisierten Wohnens auf die Straße zu bringen. Mit dabei war der gemischte Frauenchor „Judiths Krise“, eine Delegation von unserer Schwesterinitiative „Heimstaden Stoppen Hamburg“ und eine Grußbotschaft aus Schweden von unserer befreundeten Initiative „Allt åt alla Stockholm“. In drei Redebeiträgen haben wir über die aktuelle Problematik mit Heimstaden, unseren stetigen Widerstand dagegen und unsere Ablehnung der Aktienrente am Negativbeispiel Heimstaden Schweden informiert.

Kundgebung: Keine Kohle für Heimstaden & Co! Demonstration: No dough for Heimstaden & Co!
English version see below
Wohnen ist ein Menschenrecht und keine Kapitalanlage
Was: Kundgebung im Rahmen der Housing Action Days 2024
Wann: Samstag 6. April 2024, 15:00 – 16:00
Wo: Erkelenzdamm 11-13, Berlin-Kreuzberg
=> Gegen fehlerhafte Mieterhöhungen
=> Gegen exorbitante Nebenkostenabrechnungen
=> Gegen den Verkauf von Eigentumswohnungen
=> Gegen die Aktienrente
=> Für einen bundesweiten Mietendeckel
=> Für Nachzahlungsstopp bei verspäteten Nebenkostenabrechnungen
=> Für vollständige Belegeinsicht statt Nebenkostennachzahlung
=> Für eine neue Wohngemeinnützigkeit
Kommt vorbei und schließt euch unserem Protest an!
Housing is a human right, not an investment
What: Demonstration as part of the Housing Action Days 2024
When: Saturday, April 6th, 2024, 3 p.m. – 4 p.m.
Where: Erkelenzdamm 11-13, Berlin-Kreuzberg
=> Against faulty rent increases
=> Against excessive service charge statements
=> Against the sale of rental apartments as condominiums
=> Against stock market funding of the statutory pension
=> For a federal rent cap
=> For a freeze on additional payments in case of overdue service charge statements
=> For full inspection of receipts instead of additional payment of service charges
=> For a new non-profit housing sector
Come by and join our protest!
Pressemitteilung: Europaweiter Widerstand gegen Heimstaden
Weil Heimstaden kein lokales sondern ein europäisches Problem ist, schließen sich Mieter:innen und Aktivist:innen aus verschiedenen Regionen Europas in einer europaweiten Vernetzung gegen Heimstaden zusammen. Wir Mieter:innen kritisieren Heimstaden als unfair, unseriös und gefährlich und verlangen von der Politik Schutz vor diesem Konzern und seinen Foulspielen! Ausgewählte Beispiele aus Deutschland, Schweden und den Niederlanden verdeutlichen das Problem Heimstaden für uns Mieter:innen und unsere Städte.
1. Angriff auf den Milieuschutz in Deutschland
Im Juli 2023 griff der Pressesprecher von Heimstaden, Michael Lippitsch, den Milieuschutz per Gastbeitrag in der Immobilienzeitung an. Angeblich würden Vorschriften des Milieuschutzes zur Verdrängung von alteingesessenen Mieter:innen führen, da in Milieuschutzgebieten Modernisierungen und insbesondere der Einbau von Aufzügen untersagt werden würden, diese aber für ein altersgerechtes Wohnen unerlässlich seien.
Doch das ist falsch!
Der Einbau von Aufzügen ist seit Jahren als zeitgemäßer Standard in Milieuschutzgebieten möglich und nicht genehmigungspflichtig, wie die Berliner Mietergemeinschaft in ihren Beiträgen von 2017 und 2018 ausführlich darlegt.
Lediglich Luxusaufzüge sind wie jede andere Luxusmodernisierung per Milieuschutz untersagt. Heimstaden verdreht Tatsachen und macht damit gezielt Stimmung gegen ein Instrument des Mieter:innen-Schutzes.
Solidaritätsnote der Berliner Heimstaden-Mieter:innen #StopHeimstaden mit den kämpfenden Heimstaden-Mieter:innen in den Niederlanden
English version see below
Widerstand gegen Heimstaden ist notwendig, Solidarität mit den Mieter:innen ist selbstverständlich!

Heimstaden ist ein soziales, politisches und wirtschaftliches Problem, egal wo. Die Rahmenbedingungen, innerhalb derer Heimstaden in den unterschiedlichen Ländern agiert, sind leicht verschieden. Aber die Auswirkungen des aggressiven Profitstrebens sind in allen Ländern die gleichen: überteuerte Mieten, vernachlässigte Instandhaltung, Zerstörung des Mietmarktes durch Umwandlung und Verkauf von Eigentumswohnungen, wachsende staatliche Sozialausgaben, Steuervermeidung von Überreichen zu Lasten der Allgemeinheit, Bauen am Bedarf vorbei und persönliche Not und Perspektivlosigkeit von Mieter:innen – alles dokumentiert in einem umfangreichen Pressespiegel1.
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