[06.02.2026] Offener Brief von StopHeimstaden an Heimstaden

An die Geschäftsleitung von Heimstaden Deutschland: Jordan Milewicz, Jacub Mika, Michael Lippitsch
An die Konzernleitung von Heimstaden: Ivar Tollefsen, John Giverholt, Fredrik Reinfeldt, Bente A. Landsnes

Gefährden Sie nicht länger unsere Gesundheit – beräumen Sie endlich die Wege von Schnee und Eis!

Wir sind empört über die massenhafte Gefährdung der Gesundheit von uns Mieter:innen und die aller anderen Menschen, die auf ihren täglichen Wegen Heimstaden-Häuser in Berlin passieren müssen. 

Seit Wochen liegt in Berlin Schnee. Seit Wochen wird in der Presse vor Glatteis gewarnt. Seit Wochen räumt Heimstaden weder den Schnee noch das Eis. Höchstens ein Mal pro Woche fegt der Treppenputzdienst einen schmalen Weg im Hof frei und streut eine homöopathische Dosis Streusplitt. An allen anderen Tagen passiert nichts.

Wir wissen von Menschen, die vor Heimstaden-Häusern ausgerutscht sind und sich verletzt haben. Wir wissen von Nachbar:innen, die sich wegen der ungeräumten Wege vor Heimstaden-Häusern nicht mehr aus dem Haus trauen. Und wir wissen von Mieter:innen, die aus Empathie mit mobilitätseingeschränkten Mitmenschen selbst Besen und Schippe in die Hand nehmen und die Wege freiräumen.

Wir zahlen mit der Miete und den Nebenkostenabschlägen monatlich dafür, dass Schnee und Glatteis geräumt werden. Heimstaden lässt sich von uns dafür bezahlen und ist somit auch vollumfänglich dafür verantwortlich. Außerdem ist Heimstaden als Grundstückseigentümerin laut § 823 Absatz 1 BGB und § 3 StrReinG gesetzlich verpflichtet, in den Höfen und auf den Gehwegen vor den Häusern Schnee zu räumen und bei Glätte zu streuen. Warum kommen Sie Ihrer Pflicht nicht nach?!

Wir fordern Heimstaden auf, uns Mieter:innen einen Mietnachlass zu gewähren, weil der Konzern zwar kassiert aber nicht liefert. Und wir fordern, dass Heimstaden zusätzlich uns Mieter:innen pro Haus ein Schnee- und Eisräum-Set zur Verfügung stellt, damit wir wenigstens selbst für unsere Sicherheit und die unserer Mitmenschen sorgen können!

Eisige Grüße,
StopHeimstaden Berlin

[18.01.2026] Pressemitteilung: Methode Heimstaden – Greenwashing statt Instandhaltung

Mieter:innen müssen Jahr für Jahr im Winter wochenlang frieren, weil Heimstaden die Instandhaltung und Instandsetzung der Häuser vernachlässigt. Dadurch entstehen Gesundheitsrisiken und Angriffe auf den Mieter:innenschutz auf der einen Seite und Energieverschwendung statt Klimaschutz auf der anderen Seite.

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[11.11.2025] Pressemitteilung: Stellungnahme von StopHeimstaden zu den Veröffentlichungen auf rbb24 und in der taz über die systematische Umgehung der Mietpreisbremse durch Heimstaden

Wir danken den Rechercheteams von rbb24 und taz für ihre intensiven Recherchen und Veröffentlichungen der brisanten Ergebnisse. Und wir danken den Mieter:innen und Anwält:innen, die ihre Erfahrungen der Presse zur Verfügung gestellt und somit die Offenlegung des Skandal ermöglicht haben. Diese wertvollen Informationen helfen anderen (auch zukünftigen) Heimstaden-Mieter:innen, ihr Recht auf Absenkung der Miete inkl. Rückzahlung wahrzunehmen.

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[31.10.2025] Pressemitteilung: Aufruf zur solidarischen Prozessbegleitung gegen eine Räumungsklage durch Heimstaden

Wir rufen zur solidarischen Prozessbegleitung für eine Mieterin auf, die sich gegen eine Räumungsklage von Heimstaden wehrt. Hintergrund der Räumungsklage ist wieder einer der vielen befristeten Mietverträge. Akelius hatte sie damals zur Umgehung des Mietendeckels abgeschlossen und Heimstaden hat sie beim Kauf von Akelius übernommen. Heimstaden hat inzwischen zwei Räumungsklagen vor dem Amtsgericht Neukölln verloren und versucht es trotzdem weiter.
https://www.berliner-mieterverein.de/presse/pressearchiv/raeumungsklage-gegen-neukoellner-heimstaden-wg-abgewiesen.htm

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[7.3.2025] Pressemitteilung: Heimstaden macht sich vom Acker – Für Mieter:innen nur noch per App erreichbar

Der schwedische Wohnungskonzern Heimstaden schießt bei der Digitalisierung über das Ziel hinaus und macht sich zunehmend unerreichbar für seine Mieter:innen. Vor wenigen Wochen wurden in den Mietshäusern des Konzerns die Aushänge mit den Kontaktdaten der Verwaltung ausgetauscht. Übrig blieb nur ein QR-Code zu dem online Portal @MyHome und eine Notfallnummer für Havarien. Alle anderen Telefonnummern und E-Mail-Adressen wurden abgeschaltet.

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[22.11.2024] PM: Pflichtverletzung gegen die Trinkwasserverordnung und Befall des Trinkwassers mit Legionellen in Berliner Heimstaden-Mietshäusern

Wir haben Hinweise darauf, dass in Berliner Heimstaden-Mietshäusern seit Jahren der erforderliche dreijährige Turnus zur Untersuchung auf Legionellen nicht eingehalten wurde. Vielmehr befürchten wir, dass in sehr vielen bzw. vor allem in den ehemaligen Akelius-Häusern die vorgeschriebenen Fristen zur Untersuchung auf Legionellen über viele Jahre missachtet wurden. Damit haben Heimstaden und vorangegangene Besitzer wie Akelius leichtfertig die Gesundheit und im Extremfall sogar das Leben von uns Mieter:innen aufs Spiel gesetzt.

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Pressemitteilung: Neue Dimension am entgleisten Wohnungsmarkt

Großvermieter Heimstaden baut rabiate Drohkulisse auf und versucht Forderungen mittels Inkassofirma durchzusetzen.

In den vergangenen Wochen haben Heimstaden-Mieter:innen in Berlin, Hamburg und vermutlich weiteren Städten Briefe des Inkasso-Dienstleisters Creditreform erhalten. Diese Praxis des unter Druck Setzens von Mieter:innen ist grundlegend abzulehnen, nicht zuletzt, weil es sich hier auch um strittige Forderungen handelt. Ein Bündnis aus Mietervereinen und Mieter:innen-Initiativen aus Berlin und Hamburg kritisiert Heimstadens aggressive Geldeintreibungspolitik und unverantwortliche Verunsicherung von Mieter:innen. Das Bündnis fordert Heimstaden auf, diese Praxis unverzüglich zu stoppen und wendet sich mit einem Offenen Brief an den Großvermieter. Außerdem hat das Bündnis einen Leitfaden für Mieter:innen veröffentlicht, die im Auftrag der Vermieterseite Post von einem Inkassounternehmen erhalten haben.

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Pressemitteilung: Vernachlässigte Instandhaltung bei Heimstaden hat System

Von den in Deutschland eingenommenen Mietzahlungen gibt Heimstaden nur 23 % für die Verwaltung und Instandhaltung unserer Häuser aus. Die restlichen 77 % führt Heimstaden ab; das ist der höchste Wert im gesamten Bestand von Heimstaden europaweit.

Übersicht: Abschöpfung der Einnahmen aus den Beständen in 2023 durch Heimstaden (lt. Jahresbericht für 2023)

LandNet operationg income marginFair ValueKey Figures
FY 2023

Deutschland
77,0 %79 SEK billion
~ 6,8 Mrd. Euro
Seite 108

Norwegen
75,1 %17 SEK billion
~ 1,5 Mrd. Euro
Seite 112

Niederlande
74,8 %27 SEK billion
~ 2,3 Mrd. Euro
Seite 110

Tschechien
70,5 %25 SEK billion
~ 2,2 Mrd. Euro
Seite 111

Dänemark
68,5 %72 SEK billion
~ 6,2 Mrd. Euro
Seite 109

Polen
60,2 %2 SEK billion
~ 170 Mio. Euro
Seite 115

Schweden

57,7 %
90 SEK billion
~ 7,8 Mrd. Euro
Seite 107

Finnland

46,8 %
4 SEK billion
~ 350 Mio. Euro
Seite 114

Großbritannien

44,0 %
4 SEK billion
~ 350 Mio. Euro
Seite 113
Quelle:
https://s28.q4cdn.com/819094337/files/doc_news/Heimstaden-2023-Annual-Governance-and-Sustainability-Report-SEK-Hybrid-Bond-Interest-Payments-Deferral-and-No-Dividend-proposal-on-an-Q6J54.pdf
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Pressemitteilung: Europaweiter Widerstand gegen Heimstaden

Weil Heimstaden kein lokales sondern ein europäisches Problem ist, schließen sich Mieter:innen und Aktivist:innen aus verschiedenen Regionen Europas in einer europaweiten Vernetzung gegen Heimstaden zusammen. Wir Mieter:innen kritisieren Heimstaden als unfair, unseriös und gefährlich und verlangen von der Politik Schutz vor diesem Konzern und seinen Foulspielen! Ausgewählte Beispiele aus Deutschland, Schweden und den Niederlanden verdeutlichen das Problem Heimstaden für uns Mieter:innen und unsere Städte.

1. Angriff auf den Milieuschutz in Deutschland
Im Juli 2023 griff der Pressesprecher von Heimstaden, Michael Lippitsch, den Milieuschutz per Gastbeitrag in der Immobilienzeitung an. Angeblich würden Vorschriften des Milieuschutzes zur Verdrängung von alteingesessenen Mieter:innen führen, da in Milieuschutzgebieten Modernisierungen und insbesondere der Einbau von Aufzügen untersagt werden würden, diese aber für ein altersgerechtes Wohnen unerlässlich seien.
Doch das ist falsch!
Der Einbau von Aufzügen ist seit Jahren als zeitgemäßer Standard in Milieuschutzgebieten möglich und nicht genehmigungspflichtig, wie die Berliner Mietergemeinschaft in ihren Beiträgen von 2017 und 2018 ausführlich darlegt.
Lediglich Luxusaufzüge sind wie jede andere Luxusmodernisierung per Milieuschutz untersagt. Heimstaden verdreht Tatsachen und macht damit gezielt Stimmung gegen ein Instrument des Mieter:innen-Schutzes.

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Unfähigkeit oder Absicht – Heimstaden besteht auf verfallene Nebenkosten-Nachzahlungen und konstruiert haltlose Mietschulden

Wir Mieter:innen kommen aus dem Ärger mit Heimstaden nicht mehr raus. Erst mussten wir uns gegen fehlerhafte und falsche Mieterhöhungen wehren, dann gegen telefonische Belästigungen durch Heimstaden und nun auch noch gegen verfallene Nebenkosten-Nachzahlungsforderungen und konstruierte, haltlose Mietschulden.

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